Burg Reichenstein | © Zweckverband Oberes Mittelrheintal

Burg Reichenstein

Die im Jahre 1213 erstmals anlässlich des Wechsel des Vogtes erwähnte Burg Reichenstein dürfte im 11. Jahrhundert als Verwaltungssitz der Abtei Kornelimünster (bei Aachen) errichtet worden sein. Diese Abtei besaß die Grundherrschaft zwischen dem Heimbachtal und dem Morgenbachtal. Die Vogtei ging in der Erbfolge von den Herren „von Bolanden“ auf die „von Hohenfels“ über. Da die „von Hohenfels“ wegen räuberischer Betätigung den Landfrieden behinderten, zerstörte im Jahre 1282 König Rudolf von Habsburg die Burg.


Kornelimünster hatte schon 1270 ihr Eigentum mit der Burg an den Mainzer Dom- und Liebfrauenstift verkauft. Der Mainzer Stift wurde aber bis 1344 von den eingedrungenen Pfalzgrafen am Besitz gehindert. Grund hierfür war, dass Vogt Dietrich von Hohenfels 1290 Burg und Vogtei ohne Rechtsgrund den Pfalzgrafen verkauft hatte.


Die wieder aufgebaute Burg war Sitz eines Amtmannes, kam aber schon im 16./17. Jahrhundert in Verfall. 1802 erscheinen 4 Trechtingshäuser Winzer als Eigentümer. Nach weiteren Besitzern erwarb 1898 der Industrielle Dr. Nikolaus Kirsch-Puricelli die Burg. Er ließ sie im heutigen Aussehen errichten. Nach einem weiteren Verkauf steht die Burg wiederum im privaten Eigentum. Hiervon ausgeschlossen ist die museale Einrichtung, welche sich im kommunalen Eigentum befindet.


Besonders erwähnenswert ist noch, dass Victor Hugo im Jahre 1838 die Ruine besuchte und ihr ein literarisches Denkmal setzte.

Burg Reichenstein | © Zweckverband Oberes Mittelrheintal
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