Rhein | © Henry Tornow

Niederschrift über die Sitzung des Bau- und Friedhofausschusses am Donnerstag, 19.11.2020

Niederschrift

über die Sitzung des Bau- und Friedhofausschusses am Donnerstag, 19.11.2020 um 19.00 Uhr im Sportbereich der „Rhein-Burgen-Halle“


Der Vorsitzende begrüßte die Anwesenden und stellte fest, dass keine Bedenken gegen Form und Frist der Einladung bestanden. Danach wies er auf die Hygienevorschriften, die im Rahmen der Sitzung zu beachten sind, hin. Anschließend wurde folgende Tagesordnung beraten:


1. Friedhof Trechtingshausen; Vorstellung des Vorschlages einer Studentin der Technischen Hochschule Bingen zur Neukonzeption des Friedhofgeländes

Die Bestattungskultur in Deutschland hat sich in den letzten 30 Jahren drastisch gewandelt und wirkt sich deshalb auch auf den Friedhof der Gemeinde, der zuletzt vor 40 Jahren von einem Gartenbauingenieur neu überplant worden war, aus. Mittlerweile finden nur noch selten Sargbestattungen im Friedhofsgelände statt. Die Tendenz geht eindeutig nach Bestattungen in Urnen- und Rasengräbern. Folglich entstehen auch immer mehr Freiflächen im Gelände. 


Der Vorsitzende hatte mit der Technischen Hochschule Bingen Kontakt aufgenommen und nachgefragt, ob es möglich wäre Studiengenossen im Rahmen einer Studienarbeit mit der Neukonzeption des Friedhofes zu beauftragen. Daraufhin wurde der Gemeinde Frau Lara Brendel vermittelt. 


Frau Brendel stellte anhand einer Powerpoint-Präsentation die von ihr erarbeitete Neukonzeption vor. Die Vorschläge von Frau Brendel, die u.a. die teilweise Einrichtung einer neuen Bepflanzung, von Ruheplätzen, eines Teiches sowie einer Urnenstellwand beinhalten, wurden positiv aufgenommen. Die Präsentation wird der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. Anschließend wird man im Gemeinderat über die weitere Vorgehenswiese beraten können.


2. Parksituation „Im Vogelsang“

Für einen Anlieger der Straße „Im Vogelsang“ ist es nur beschwerlich möglich, in und aus seinem Grundstück zu fahren. Grund hierfür ist, dass ständig Kraftfahrzeuge gegenüber der Ein- und Ausfahrt parken. Die Ortsgemeinde hat die VG Rhein-Nahe um Stellungnahme ersucht und einen Lösungsvorschlag erhalten. Möglicherweise sind jedoch im Verlauf der Straße noch weitere Ein- und Ausfahrten betroffen. Darüber hinaus kann es im Ernstfall bei der Befahrung der Straße für Rettungsfahrzeuge wegen dem eng versetzten beidseitigen Parken zu Behinderungen kommen. 


Der Ortsbürgermeister schlug vor, im Frühjahr nächsten Jahres gemeinsam mit der VG RN und Vertretern der PI Bingen eine Begehung der Straße vorzunehmen. Zudem sollte auch ein Vertreter der örtlichen Feuerwehr an der Begehung teilnehmen.


Der Ausschuss stimmte dem Vorschlag einstimmig zu. In die Ortsbesichtigung soll auch die Sonnenstraße mit einbezogen werden.


3. Parksituation „Im Finkenschlag“; Vorstellung der von der Firma VSG empfohlenen Sicherheitseinrichtungen

Die Firma VSG, Herr Kluin, hat im Rahmen einer Ortsbesichtigung der Gemeinde Vorschläge für die Erstellung von Sicherheitseinrichtungen „Im Finkenschlag“ empfohlen. Der Ausschuss beschloss einstimmig, die Vorschläge der Firma VSG, welche die Gemeindearbeiter umsetzen werden, anzunehmen. Hiernach werden entlang der talseitigen Böschung vor dem Anwesen Wendel sowie im Wendehammer der Straße verzinkte Sicherheitsbügel in Silber eingerichtet. Die Bügel werden ca. 1,10 m aus der Oberkante der Straße ragen.


4. Verschiedenes

Der Ausschuss hatte bereits in seiner letzten Sitzung der Einrichtung von 2 versetzt zu installierenden Rundbügeln im Übergangsbereich der Rosengasse/Römerstraße zugestimmt. Die Firma VSG hat auch hierfür einen Vorschlag, der einstimmig angenommen wurde, unterbreitet. Die Ausführung soll ebenfalls verzinkt und in Silber erfolgen. Es ist bei der Einrichtung durch die Gemeindearbeiter darauf zu achten, dass noch ein Kinderwagen zwischen den beiden Rundbügeln durchfahren kann. Beide Bügel werden so eingepasst das sie bei Bedarf entfernt werden können.


Die auf dem Parkplatz in der Römerstraße zum benachbarten Anwesen „Stein“ hin mittels Verbindungsketten eingerichtete Parkbegrenzung wird von den Kraftfahrzeugführern immer wieder beschädigt. Der Eigentümer des Nachbaranwesens hat nunmehr eine Grundstücksbegrenzung hergerichtet und befürchtet, dass diese ebenfalls beschädigt wird. Die Firma VSG hat vorgeschlagen, die bestehende Parkbegrenzung zu demontieren und hierfür schwarz-gelbe Parkhilfen, „Radstopp Park-It“, die auf dem Boden aufgebracht werden, zu installieren. 


Der Ausschuss stimmte auch diesem Vorschlag zu. Die Kosten hierfür betragen incl. dem Befestigungsmaterial rund 550 €.


Die Firma Vogt hat die Arbeiten zur Regulierung des Neuwegbaches und der Einrichtung eines Wegepfades abgeschlossen. Es wurde seitens vereinzelter Ausschussmitglieder bemängelt, dass im Bachbett immer noch viele kleinere Steine vorhanden sind, welche bei Unwetter verrohrte Wegeunterführungen zusetzen und sich somit für den Ortsbereich zur Gefahrenquelle entwickeln könnten. Das größere Steine im Bachbett verbleiben ist gewollt, da diese im Unwetterfall als Störfaktoren dienen. Der Vorsitzende sagte zu, mit der VG Rhein-Nahe, Herrn Czech sowie dem Ingenieurbüro Knittel die Thematik zu erörtern.


Der Morgenbach durchquert die Bahnunterführung am Campingplatz. Die Bahnunterführung   wurde vor etwa 2 Jahren saniert. Seitdem beträgt der Abstand des Bachbettes zur Decke der Unterführung hin nur noch 1 m. Es wird seitens dem Anwohner des Morgenbaches, Herrn Andreas Klee, befürchtet, dass es im Unwetterfall durch Geröllstauung zur Gefährdung kommt.  Die Ortsgemeinde hatte die Deutsche Bahn über die VG RN schon einmal auf die mögliche Gefährdung hingewiesen. Eine Antwort steht bislang noch aus. Der Ortsbürgermeister sagte zu, sich erneut der Angelegenheit anzunehmen.


Im Bereich des Morgenbachtales plant der Eigentümer der Burg Reichenstein mehrere Chalets zu errichten. Herr Andreas Klee, Anlieger des Morgenbaches, bat die Verwaltung, den Burgherrn zu bitten vor Beginn der Maßnahme eine Überprüfung der statischen Belastbarkeit der nicht erneuerten Böschungsmauern der Morgenbach vorzunehmen. Der Ortsbürgermeister sagte zu, dies dem Burgherrn zu vermitteln. Die Ortsgemeinde hat ohnehin hinsichtlich des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes die Planungshoheit. Zudem wird die Öffentlichkeit im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens beteiligt werden und kann auch selbst Anregungen vorbringen.

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